Landwirtschaftliche Wirtschaftswege erfolgreich sanieren

Große Teile des landwirtschaftlichen Wegenetzes sind heute grundlegend sanierungsbedürftig. Gefragt sind hier vor allem Lösungen, die finanzierbar, langlebig und klimaschonend sind.

Marode Wirtschaftswege belasten den landwirtschaftlichen Verkehr

Zu schmal, zu holprig, bei Hitze zu staubig und bei Regen zu matschig. Viele Wirtschaftswege wurden in den 1960er und 1970er Jahren gebaut und genügen den heutigen Anforderungen für landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr, ebenso wenig dem LKW-Verkehr beim Gülle- oder Rübentransport. 

Hinzu kommen immer häufiger auftretende extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Dürreperioden. Im aufgeschwemmten oder völlig ausgetrockneten Zustand werden die Wege noch stärker beschädigt. So weisen die Wirtschaftswege vielerorts tiefe Spurrinnen, Aufbrüche und Schlaglöcher auf und das Befahren ist mühsam und unbequem.

Eine Reparatur mit Schotter, der oberflächlich aufgebracht wird, ist bei den meisten Schäden nur kosmetischer Natur. Die Probleme treten kurze Zeit später wieder auf.

Kostengünstige Sanierung mit entsiegelten Wegedecken

Eine dauerhafte Lösung für marode Wirtschaftswege bieten die halbgebundenen Wegedecken. Sie bestehen aus Naturmaterialien wie Splitten, Kiesen und Natursteinen und bilden eine wasserdurchlässige, elastische Decke. Anders als versiegelte Flächen heizen sie sich bei starker Sonneneinstrahlung nicht auf, sondern geben durch die Verdunstung des gespeicherten Wassers Kühle ab. Das führt auf den Wirtschaftswegen zu einem angenehmeren Klima für Mensch und Tier und es bildet sich fast kein Staub mehr.

Die Wegedecken sind extrem scherfest und deshalb auch für landwirtschaftliche Verkehrswege mit hohem Nutzungsdruck geeignet. Die oberste Schicht wird nicht mehr abgerieben. Es bilden sich weder Pfützen noch Schlaglöcher. Aus diesem Grund halten die offenporigen Wege viele Jahre und verursachen nur geringe Instandhaltungsaufwendungen.

HanseGrand Klimabaustoffe überzeugen durch:

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Schadstofffreiheit

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sehr gute Festigkeit

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hohe langfristige Belastbarkeit

für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Transport
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geringe Staubentwicklung

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Fähigkeit zur Selbstreinigung

z.B. nach Befahren mit verschmutzten Fahrzeugen
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Schneller Einbau

keine langen Sperrungen nötig
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weniger Verschleiß an Fahrzeugen

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weniger gesundheitliche Schäden bei Fahrern

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höhere mögliche Transportgeschwindigkeit

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geringer Pflege- und Instandhaltungsaufwand

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Instandhaltung mit Planierhobel und eigenen Schleppern möglich

Praxisbeispiele:

Wirtschaftsweg in Niedersachsen

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Die Wegedecke des Wirtschaftsweges war stark beschädigt und teilweise mit Unkraut bewachsen. Um den Wirtschaftsweg wiederherzustellen, wurde er entsiegelt und die „Stolperfallen“ beseitigt.

Dazu wurde zunächst die ungebundene Decke abgefräst, im Baumbereich erfolgte dies per Handausbau. Die vorhandene Tragschicht konnte weiterhin verwendet werden. Dann wurde der Unterbau ausreichend profiliert. Darauf kam dann die dynamische Zwischenschicht HanseMineral® in einer Stärke von 6 cm. HanseMineral® schließt die Lücke in der Kornabstufung von der Tragschicht zur Deckschicht und erhöht die Scherfestigkeit der Wegedecke, da die Decke ebener wird. Zudem leitet sie das Wasser schnell nach unten und es entstehen auf dem Weg keine Pfützen mehr.

Als Deckschicht wurde HG-MIX® in einer Stärke von 4 cm eingebaut. Dabei wurde eine Körnung 0/11 gewählt, da auch Fahrzeuge und Pferde den Weg passieren. Der Grundstoff für HG-Mix® ist eine Mischung aus Edelsplitten und Edelbrechsanden, die mit einem mineralisch-hydraulischen Binder veredelt werden, der jedoch nicht zur Aushärtung führt. Nach wenigen Stunden war die Mischung bereits so fest, dass Fahrzeuge darauf fahren konnten.

Landwirtschaftlicher Wirtschaftsweg mit Multifunktionsdecke

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Der Wirtschaftsweg wird häufig mit schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren. Die oberste Deckschicht war aufgerieben, es hatten sich auf vielen Abschnitten große und kleine Löcher gebildet, die die Fahrten holprig machten. Bei Regen war der Weg von Pfützen übersät und in den Hitzeperioden staubte der Weg sehr stark. Deshalb ließ der Eigentümer, der den Weg regelmäßig als Zufahrtsstraße zu seinen Feldern benutzt, den Weg erneuern.

Er entschied sich für eine Drei-Schichtbauweise mit dynamischer Zwischenschicht, die wasserregulierend wirkt und die Scherfestigkeit erhöht. Da die Tragschicht bereits stark beschädigt war, wurde sie entfernt und auf dem tragfähigen Boden zunächst eine 12 cm starke, ungebundene Natursteinschottertragschicht aufgebracht. Darauf kam, 6 cm hoch, die dynamische Zwischenschicht HanseMineral® sowie als Deckschicht HanseGrand® Robust Original 0/11 in einer Stärke von 4 cm.

Diese Wegedecke ist eine Multifunktionsdecke. Sie ist für Fußgänger und Radfahrer ebenso geeignet wie für PKWs. LKWs und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Die Körnung 0/11, die hier verwendet wurde, unterstützt die Selbstreinigung des Weges, wenn er durch verschmutzte Fahrzeugreifen verunreinigt wird. Die leicht rollige Oberfläche wurde ganz bewusst so gestaltet, denn sie sorgt dafür, dass der Weg langfristig pflegeleicht bleibt.

Landwirtschaftlicher Wirtschaftsweg in Hanglage

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Um die Hangwiesen und den oberen Hügelbereich besser für die Landwirtschaft zu erschließen, wurde 2018 der landwirtschaftliche Wirtschaftsweg in einer Länge von 400m neu gebaut. Der Bauherr entschied sich für einen zweischichtigen Wegaufbau mit einem deutlichen Dachprofil von 4-6 %.

Die Tragschicht, also die Schicht, die direkt auf dem tragfähigen Boden eingebaut wurde, ist eine Schottertragschicht 0/45. Darauf kam dann als Deckschicht HanseGrand® Robust pluS Stabilizer in einer Stärke von 5 cm. Das rein natürliche Bindemittel STABILIZER® sorgt dabei für eine hohe Oberflächenqualität und Scherfestigkeit. Da STABILIZER® wie eine Art Kleber wirkt, bildet sich fast kein Staub mehr bei Trockenheit und bei Regen ist die Wegedecke deutlich stärker gegen Abschwemmung geschützt.

Ein besonderes Problem in Hanglagen stellt das Wasser dar, das bei starkem Regen den Hang herab auf den Weg läuft. Um diesen starken Wasserfluss zu entschärfen, wurde eine geschwungene Wegeführung gewählt. Zudem wurden sog. Schotterrigolen eingebaut. Rigolen sind Pufferspeicher, die mit Schotter aufgefüllt sind, um das Regenwasser aufzunehmen und versickern zu lassen.